Laut ADAC wird jeder dritte Gebrauchtwagen mit einem manipulierten Tacho verkauft. Der Schaden für Käufer: höhere Reparaturkosten, geringerer Wiederverkaufswert, im schlimmsten Fall Unfallgefahr durch verschlissene Bauteile.
Was ist Tachostand-Manipulation?
Beim „Rückdrehen” wird der digitale Kilometerstand per Software oder OBD-Gerät verringert – in wenigen Minuten möglich und kaum zu erkennen, ohne die richtigen Dokumente zu prüfen.
Zeichen im Inserat
„km laut Vorbesitzer” oder „km laut Tacho”: Der Verkäufer distanziert sich ausdrücklich von der Kilometerangabe. Ein deutliches Warnsignal.
Ungewöhnlich niedriger Kilometerstand für Baujahr und Preis: Ein 8 Jahre alter Diesel mit 45.000 km zu einem auffällig niedrigen Preis – das passt selten zusammen.
Kein oder lückenhaftes Serviceheft: Wenn Wartungsintervalle fehlen, lässt sich der echte Kilometerstand nicht nachvollziehen.
Zeichen am Fahrzeug
Verschleiß passt nicht zum Kilometerstand: Abgenutzte Pedalauflagen, zerschlissene Sitze, eingeschnittene Lenkradgriffe – bei einem angeblichen Wenig-Kilometer-Fahrzeug ungewöhnlich.
Reifenalter: Reifen halten je nach Fahrweise 30.000–50.000 km. Wenn bei 40.000 km angezeigten Kilometern bereits die dritten Reifen drauf sind, stimmt etwas nicht.
Bremsen und Scheiben: Bei niedrigem Kilometerstand sollten Bremsscheiben kaum Rillen zeigen. Tiefe Riefen bei angeblich wenig gefahrenem Fahrzeug sind verdächtig.
So schützt du dich
Inserat analysieren lassen: InseratCheck prüft Inseratstext und Strukturdaten automatisch auf Unstimmigkeiten – inklusive verdächtiger Kilometerangaben.
Fahrgestellnummer (FIN) prüfen: Mit der FIN lässt sich die Fahrzeughistorie zurückverfolgen. Werkstätten können über Herstellerdatenbanken frühere Servicekm einsehen.
Fahrzeug vor Ort prüfen lassen: InseratCheck vermittelt Prüftermine bei unabhängigen Partnerwerkstätten – die sicherste Methode, bevor du kaufst.
